Mannheim Wind Academy

Mannheim Wind Academy

Vier Mal, und zwar in den Jahren 2002 bis 2005, veranstaltete der Förderverein Mannheimer Bläsermusik e.V. – in Kooperation mit dem Kulturamt der Stadt Mannheim – die "Mannheim Wind Academy". In den ersten beiden Jahren war sie Bestandteil der "Sommer Akademie Mannheim“ und trug den Namen "Mannheim Summer Wind Academy".

Kernbestandteil der einwöchigen Veranstaltung waren mehrtägige Workshops für fast alle in einem sinfonischen Blasorchester gespielten Blasinstrumente. Musikstudenten, Berufsmusiker, ambitionierte Mitglieder von Amateur-Blasorchestern und Musikpädagogen aus über zehn verschiedenen Ländern nahmen daran teil. Im ersten Jahr waren es 60, im vierten Jahr 85.

Sie wurden von namhaften und zum Teil weltweit renommierten Hochschuldozenten und Instrumentalisten unterrichtet. Zu ihnen gehörten Andreas Blau (Berliner Philharmoniker), Querflöte; Andreas Wittmann (Berliner Philharmoniker), Oboe; Prof. Dieter Klöcker (Consortium Classicum) und Ulrich Mehlhart (RSO Frankfurt) Klarinette; Linda Bangs-Urban (Universität Mainz), Saxofon; Prof. Richard Bissill (Guildhall School of Music / London Brass), Prof. Peter Damm (HfM Dresden) und Prof. Thomas Hauschild (HfM Leipzig), Waldhorn; Prof. Frits Damrow (Concertgebouworchester Amsterdam) und Allen Vizzutti (USA) Trompete; Prof. Wolfram Arndt (HfM München), Posaune; Steven Mead (Royal Northern College of Music, Manchester), Eufonium; Jon Sass (Wien), Tuba.

Hinzu kamen ein Workshop "Arrangieren und Einrichten für sinfonisches Blasorchester", 2002 und 2003 unter der Leitung von Walter Ratzek (Leiter des Musikkorps der Bundeswehr), 2005 von Andrea Csollány (Mannheimer Komponistin), und ein Dirigierkurs, der in den beiden ersten Jahren von Stefan Fritzen (Gründer und Leiter der Mannheimer Bläserphilharmonie, vormals Sinfonisches Jugendblasorchester Mannheim), in den Folgejahren von Peter Vierneisel (Leiter der Rheinhessischen Bläserphilharmonie und des Landespolizeiorchesters Brandenburg) geleitet wurde.

Ab 2003 wurde das Ausbildungsprogramm erweitert. Alle Teilnehmer der Instrumentalkurse, die vormittags stattfanden, mussten sich an den Nachmittagen aktiv mit sinfonischer Blasmusik beschäftigen. Zu diesem Zweck bildeten sie das Academy Orchestra, das im Abschlusskonzert der Academy die einstudierten Werke aufführte.

Das Ausbildungsprogramm wurde ergänzt durch abendliche Dozentenkonzerte, Konzerte von Workshopteilnehmern sowie Konzerte von Gastensembles.

Künstlerische Leiter der Mannheim Wind Academy waren Stefan Fritzen (2002, 2003 und in der Vorbereitung von 2004) und Peter Vierneisel (2004 und 2005).

Die Mannheim Wind Academy, die sich einen hervorragenden Ruf erworben und bei Dozenten und Teilnehmern begeisterte Zustimmung erfahren hatte, konnte 2006 nicht wie geplant fortgesetzt werden, da infolge des Ausbleibens von öffentlichen Zuschüssen sowie von Spenden und Sponsoringleistungen die Finanzierung der Veranstaltung nicht gesichert werden konnte.

2002 "Mannheim Summer Wind Academy" (12.-21.07.2002)
2003 "Mannheim Summer Wind Academy" (12.-20.07.2003)
2004 "Mannheim Wind Academy" (24.09.-02.10.2004)
2005 "Mannheim Wind Academy" (29.07.-05.08.2004)